Sonntag, 26. September 2010

Schon fast 2 Monate

Liebe fleissige Leser,

endlich kommen wir auch mal wieder dazu, etwas zu schreiben. Ist ja schon ein bisschen her, dass wir euch mit Infos gefüttert haben. Aber ihr werdet nicht vom Flei
sch gefallen sein ;).
Beim letzten Mal haben wir
euch ja ausführlich von unserer Baustelle berichtet - die gedeiht natürlich auch weiterhin prächtig. Das Fundament ist fertig und jetzt kommen die Wände.
Und das obwohl wir fleissigen Bienchen, zwischendurch eine Woche in den Bergen tätig waren und uns mal wieder in die Hauptstadt g
ewagt haben.

In den Bergen waren wir mit einer Krankenschwester von Cepas, die dort für
die medizinische Versorgung der B
evölkerung sorgt, die keinen Zugang (oder nur eine
n sehr schlechten) zu medizin
ischer Versorgung haben. Zusammen mit ihr haben wir Medikamente in Schulen verteilt und den Kindern erklärt, welche sie einnehmen müssen, wenn sie erkältet sind o
der Bauchweh haben. In den Kindergärten, die hier übrigens "Kinder" heissen, haben wir geholfen, den Kindern Pillen gegen Würmer und Parasiten im Bauch schmackhaft zu machen, was gar nicht so einfach war. Von den Kindern und Lehrern sind wir immer sehr herzlich aufgenommen worden und alle
haben sich gefreut. An unserem ersten Tag in den Bergen, fing es auf dem Rückweg dann an zu regnen weshalb wir kurzerhand bei einer Familie am Strassenrand Unterschlupf gesucht haben und von den zehn Kindern (alles Cousinen, Tanten, Onkel, Nichten, Neffen) genauestens unter die Lupe genommen worden sind. Dort haben wir dann auch jeder an die 50 Mückenstiche bekommen, die echt fies waren und wovon sich bei Luise auch einer
etwas entzündet hat (ist aber alles schon wieder in Ordnung).
Unsere Unterkunft für die Woche lag übrigens in Buenos Aires, einem kleinen Dorf, mit Kirche, Restaurant, Gesundheitszentrum und Tante Emma Laden (und das wars dann auch schon). Wir sind da von Pater Niscasio aufgenommen worden und durften im Internat schlafen. Unser Raum lag im Jungstrakt. Dass wir da zu dritt, also Simon, Jule und Luise, drin geschlafen haben, war wahrscheinlich etwas befremdlich für die anderen, dafür war für uns befremdlich, dass es in dem Raum ziemlich schimmelte und der an den ersten beiden Tagen mit aggressivstem Moskitospray ausgeräuchert wurde. Das mit dem Schimmel kommt leider daher, dass es hier so feucht ist und in den Bergen noch mehr regnet, als wir es aus Santiago schon gewöhnt sind.
Am letzten Tag
sind wir dann noch mit einem anderen Padre mitgefahren, der uns gezeigt hat, wo er mit einer Gruppe von Bauern Ananas, Bananen, Tomaten, Kaffee, Bohnen und vieles mehr anpflanzt. Jule und ich durften dann nat
ürlich auch ein bisschen Kakao und Papaya pflanzen.In Buenos Aires hatten
wir auch unsere erste Begegnung mit Schlangen - eine grüne und eine braune. Wir haben uns
aber schön zurückgehalten und den Männern das Töten der Viecher überlassen.

Die Woche drauf haben wir dann wieder auf der Baustelle in Cerro Redondo gearbeitet und dabei Schlangeneier gefunden, um am Donnerstag nach Panama City aufzubrechen.
Dort durften wir am Freitag nämlich durch den Panama Kanal fahren. Jahaa DURCH!
Da die Tochter von Judith, einer CEPAS-Mitarbeiterin, Seefahrt studiert und gute Kontakte hat, haben uns nämlich zwei Kapitäne von den kleinen Boten, die die grossen Schiffe durch den Kanal ziehen mitgenommen. Morgens früh mussten wir los um uns auf die Boote "Bocas del Toro" und "Darien" zu verteilen. Den ganzen Tag sind wir dann
vor und zwischen und hinter den zwei Schleusen, die es in der Gegend von Panama City gibt, rumgetuckert und haben riesige Frachter von einer Schleuse zur anderen gebracht. Das war echt super spannend und wir haben jetzt einen guten Eindruck davon, wie das eigentlich funktioniert mit dem Panama-Kanal. Die Kapitäne haben bereitwillig alle unsere Fragen beantwortet und wir haben unter anderem erfahren, dass ein mittelgrosses Frachtschiff so ca. 80-90.000 Dollar bezahlt um durch den Kanal zu schippern, dass mit
tlerweile ein zweiter Kanal gebaut wird, weil der andere "zu klein" ist, dass ab Oktober wieder viele Passagierschiffe durch den Kanal kommen und dass viele Krokodile im Kanal leben. Aus der Ferne haben wir auch eins gesehen, aber das was kurz vorm Bug aufgetaucht ist, war leider zu schnell für uns...

An den Wochenenden geniessen wir übrigens, dass Panama doch recht schmal ist und man relativ fix im Pazifik stehen kann. Jule und Simon haben jetzt auch angefangen surfen zu lernen und sind eifrig dabei ihre Fähigkeiten zu verbessern, während Luise ihre Muschelsammlung erweitert.
Nächste Woche sind wir zum Empfang zur Feier des Tages der deutschen Einheit nach Panama City in die Botschaft eingeladen. Das werden wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Mal sehen, wie man das so feiert. Hoffentlich mit leckerem deutschen Essen.
Nicht, dass das Essen hier nicht gut wäre. Reis und Hühchen sind immer wieder lecker, aber unsere Fähigkeiten für deutschen Essen müssen wir doch noch ein wenig erweitern... bis jetzt gibt´s nämlich ziemlich häufig Spaghetti mit Tomatensauce :D. Dafür aber in allerlei Variationen.

9 Kommentare:

  1. Klingt ja fast schon wie "ich hab nen auto, ein rotes."

    Luise??? Hast du bei Max nichts gelernt? Der kocht doch so gut wie jedentag und haut immer Gerichte raus...Da muss du doch was aufgeschnappt haben das es für mehr als nudeln reicht.

    Grüße aus Norwegen

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  2. Hallo Ihr Beiden,
    schön mal wieder von euch zu hören. Luise du bist doch ne Super Bäckerin und im Internet gibts so viele Rezepte( nur nicht faul sein).
    Ansonsten scheint ihr ja gut zurecht zukommen. Die Woche mit der Krankenschwester interessiert mich natürlich sehr ich werd mal Beate ausfragen.
    Liebe Grüße Elisabeth

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  3. naja, spaghetti mit tomatensauce sind ja nun nicht das aller deutscheste essen, meint die möchtegern italienierin, ne ;)
    aber hört sich wirklich sauper an, was ihr so erzählt, da bin ich echt neidisch und würde am liebsten sofort meine sachen packen um mit euch die zeit zu genießen. aber stattdessen werde ich inm laufe der woche meine sachen packen und nach bonn in meine kleinen 12qm² ziehen. da bin ich auch schon sehr gesapantn drauf.
    erlebt noch gaaanz viel tolles, eure regina

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  4. Schön von euch zu lesen, ihr zwei. Es ist ja wieder eine Menge passiert und ich finde es toll, dass ihr zwei so viel erlebt und Erfahrungen sammelt.
    Fühlt euch gedrückt,
    Fiona

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  5. hey mädells wie gehts euch? hoffe immer noch gut freu mich schon luises muschel sammlung zu begutachten wenn ihr wieder da seid und natürlich jules surfkünste .....müssen nur noch holland fluten bis dahin :)

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  6. holland wird nicht geflutet, richard. damit das schon mal klar ist :D

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  7. ja aber dann wird das auch mit dem surfen nichts und irgendwo muss man ja seine prioritäten setzen fiona ....entweder surfen bei mir im garten oder nochmal ein so schlechtes wm-finale ich denke das ist eindeutig

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  8. Ihr seid megggggaaa faul - dabei seid ihr zur zweit sogar max und pia schreiben mehr als ihr.

    Hübsche Kleider gefunden? Gut gefeiert? Wie siehts auf der Baustelle aus? Habt ihr euren Herd?

    Fragen über Fragen....

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  9. http://aloneinge.blogspot.com/ leuts mal rein schaun gez: rich

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