Es gilt also den Januar und Februar aufzuholen.
Wie ihr vielleicht schon aus der Havixbecker Zeitung erfahren habt, ist "unser" grosses Projekt momentan der Schulbau einer Grundschule in dem kleinen Bergdorf Ciruelar Arriba.
Das Projekt wird teilweise von unserer Entsendeorganisation dem Dritte-Welt-Kreis Panama aus Herdecke, sowie der Panama Hilfe Havixbeck finanziert.
Seit Oktober/November waren die Vorbereitungen für den Bau eines Klassenraumes, eines Schlafraumes für den Lehrer, eines Abstellraumes und Toiletten im Gange. Im Januar ging es dann los und wir waren von Anfang dabei. Als Steine und Sand aus dem Fluss geholt wurden, als Mauersteine, Zement und Drähte mit einem grossen Laster ange
Bevor das allerdings passierte mussten erstmal Gräben für das Fundament ausgehoben werden und da die Schule an einem Berg gebaut wird, stiessen wir auch sogleich auf das Problem, dass unter dem Grass nicht mehr allzuviel Erde sondern wesentlich mehr Stein vorhanden war. Es musste also ein Presslufthammer besorgt werden, ebenso ein Diesel betriebenes Stromaggregat um, den Hammer mit Energie zu versorgen und dann rückten wir dem Fels zu Leibe.
Nachdem diese Schwierigkeit überwunden war, konnten wir Beton mischen für das Fundament, Säulen giessen und die Hälfte der Mauern aus Naturstein "arrangieren". Dabei sollten wir nämlich darauf achten, dass wir so wenig Beton wir möglich zwischen die Steine giessen und die flache Seite nach aussen kommt. Das hat auch soweit ganz gut geklappt.
Der nächste Schritt waren dann die Wände aus Mauersteinen und die Dachkonstruktion. Der Boden soll erst gemacht werd
Nebenbei wurden Löcher für die Toiletten gegraben. Toiletten heisst hier allerdings nicht Toiletten wir bei uns, sondern im Prinzip Plumpsklos.
Leider gab es bei der Arbeit aber auch ein paar Verzögerungen, weshalb die Schule nicht, wie eigentlich geplant zum Schulanfang, dem 28.2. fertiggestellt werden konnte. Da es nicht von Anfang an einen Plan gab, wer, von den Dorfbewohnern, an welchem Tag arbeiten sollte, waren ungefähr zwei Wochen lang nicht wirklich Fortschritte zu sehen. Mit CEPAS Hilfe wurde dann aber ein Plan aufgestellt und danach gingen die Arbeiten schneller voran. Ein anderes Problem gab es bei der Wasserversorgung. Da die Quelle des Dorfes nicht genug Wasser für unser ständiges Betonanmischen "aufbringen" konnte, mussten wir manchmal schon Mittags aufhören zu arbeiten. Dieses Problem ist allerdings auch gelöst worden.
Wir hoffen also, dass die Arbeiten jetzt schnell(er) voranschreiten können, damit die Kinder wenigstens zum Beginn der Regenzeit nicht mehr einen ganz so langen und gefährlichen Schulweg haben.
Unter der Woche haben wir also die letzten zwei Monate in Ciruelar Arriba gearbeitet. Dabei sind wir von den Familien dort herzlichst aufgenommen worden. Wir schlafen immer bei einer etwas älteren Dame, Francisca und ihrem Mann. Die zwei, sowie ihre Kinder und Enkel sind wirklich unglaublich nette Menschen und haben uns ganz selbstverständlich in ihre Familie aufgenommen. Francisca kocht uns jeden morgen Haferschleim und macht "Hojaldres". Das sind in Fett gebackene Hefefladen und zusammen mit (frittierten) Würstchen echt ganz lecker. Wenn wir Nachmittags so um 4 von der Arbeit "nach Hause" kommen, bekommen wir immer Kaffee und drüften uns in der Hängematte ausruhen. Bis um 8 Uhr Schlafenszeit ist (es wird so früh dunkel und es gibt in Ciruelar Arriba keinen Strom), helfen wir beim Mais"puhlen" oder ähnlichem, oder lesen einfach nur ein gutes Buch. Waschen müssen wir uns übrigens mit kaltem "Bergwasser" aus einem Eimer, weshalb wir uns am Freitag doch auf unsere Dusche in Santiago freuen.
So läuft also momentan unser Leben hier. Wir sind also nicht mehr so viel in verschiedenen Projekten sondern konzentrieren uns auf den Bau der Schule.
Achja, Anfang Februar haben wir die Bauarbeiten ein wenig ruhen lassen, da wir für 72 Stunden nach Costa Rica ausreisen mussten. Unser Touristenvisum, was für 6 Monate galt, lief nämlich aus, und um Problemen aus dem Weg zu gehen sind wir dann mal für 3 Tage nach Puerto Viejo an der Atlantikseite von Costa Rica gereist. Das war eine schöne Abwechslung und jetzt dürfen wir wieder 6 Monate im schönen Panama bleiben. Auf der Reise nach Costa Rica haben wir übrigens massenhaft Bananenplantagen gesehen, auf panameischer Seite, sowie costa ricanischer, weshalb wir jetzt auch genau wissen, warum Panama von oben bis unten nach Bananen riechen soll. In Santiago oder Ciruelar Arriba kriegt man davon nämlich eher weniger mit. Hier ist
Aber, von sowas lassen wir uns natürlich nicht die Stimmung vermiesen, zumal wenn jetzt am Mittwoch unsere Mütter und Luises Oma zu Besuch kommen.
Davon, wie sie sich in Panama zurecht gefunden haben und was wir gemeinsam erlebt haben, erzählen wir dann beim nächsten Mal.
Alles Gute aus der Hitze,
Jule und Luise
erster
AntwortenLöschenhee schatjes =)
AntwortenLöschenik doe het nu op nederlands omdat ik weet dat tenminste luise snapt wat ik bedoel =D ik hoop dat het erg mooi is met het bezoek. en naturrlijk dat luises een prachtige tijd had. ik heb ook echt vakantie nodig :D ik kan ze echt gebruiken. het is heel veel werk in dit periode, maar gaat wel goed komen.
ik mis jullie,
kusje fiona
boah lulu, du siehst so gefährlich aus mit dem messer in der hand!!!
AntwortenLöschender bericht war mal wieder super, dann bleibt man mal auf dem laufenden... wie gefällt euch denn die harte arbeit beim hausbau? kann man sich bei den temperaturen nicht auch was besseres vorstellen?! finde es aber gut, dass ihr unser geld gut investiert und aufpasst was damit angestellt wird!
wünsche euch beiden noch viel, viel freude!
liebste grüße, Fabian
Hallo Fabian!
AntwortenLöschenDas ist eine Machete und kein Messer.
Damit schneiden die Leute dort fast alles!
Schöne Grüße!
Beate Janning
die Bilder mit den Yacas machen schon echt Sehnsucht...
AntwortenLöschenHallo Ihr!
AntwortenLöschenIch habe alle eure Beiträge nun studiert. Ich möchte auch nach Panama gehen :) Über was für eine Organisation habt ihr denn das Erlebnis gewählt?
Herzliche Grüße
Mo